Schweizer Test von Nissan Micra N-Sport DIG-T 117. Der kleinste Nissan sieht sportlich aus, aber fährt er auch so?

Schweizer Test von Nissan Micra N-Sport DIG-T 117. Der kleinste Nissan sieht sportlich aus, aber fährt er auch so?

6. August 2019 0 By Roman Tomášek

 

Die erste Generation von Nissan Micra wurde 1982 in die Welt eingeführt. Es war ein kleines eckiges Auto. Zehn Jahre nach der Einführung der ersten Generation wurde die zweite Generation eingeführt, die bereits rundere Formen aufwies. Aber im Jahr 2002 kam die dritte Generation MK3 auf den Markt. Diese Generation hat ein rundes und aristokratisches Design erhalten. Die vierte Generation bot das gleiche, aber mit modernerem Design an. Die größte Änderung im Design von Micra erfolgte jedoch 2017. Zu diesem Zeitpunkt wurde die neue Generation K14 vorgestellt, die niedriger und länger war und ein viel sportlicheres Design bot. Wie wird der neueste N-Sport Micra mit einem Dreizylinder-Turbolader mit 117 Pferdstärken und der Kubatur von einem Liter fahren? Das haben wir uns in einem redaktionellen Test angeschaut.

Proberfahrten Nissan Micra

Micra sieht dynamisch und sportlich aus

Nach seiner Einführung im Jahr 2017 hat der neue Micra eine wirklich große Designänderung erfahren. Das Auto sah früher aus wie ein kleines tollpatschiges Ei, die aktuelle Generation des K14 sieht aber wirklich dynamisch aus. Das Auto ist optisch viel tiefer, länger, breiter und die getestete N-Sport-Version verleiht dem Fahrzeug noch mehr an Sportlichkeit. Werfen Sie einen Blick auf das Auto und Sie wissen sofort, dass ein kleines wütendes Raubtier auf eine echte Fahrt wartet.

Auf dem Wagen finden wir auch ganze Menge von verschiedenen Beiwerken mit Kohlenstoff-Aussehen als auch 17″ schwarz lackierte Elektronen. Zusammen mit der weißen Lackierung sieht der Micra N-Sport sehr gut aus. Schauen Sie sich einfach die Fotos an. Ich muss auch das hintere Bremsleuchte loben, dass sich in der Mitte der hinteren Stoßstange befindet. Dieses Element erinnert mich sehr an die F1.

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Sitze ich in GT-R oder in Micra?

Unmittelbar nach dem Öffnen der Tür traf mich der Geruch des neuen Autos und besonders des Leders. Im Innenraum gibt es wirklich viel Leder und ich hatte das Gefühl, in einen GT-R oder ein ähnliches exotisches Auto einzusteigen. Sie finden Leder und Alcantara auf den Sitzen, dem Armaturenbrett, dem Mitteltunnel und der Armlehne. Auch auf dem Armaturenbrett und im Mitteltunnel ist der Alcantara mit weißem Faden vernäht. Es sieht sehr gut und exotisch aus. Das Lenkrad sieht auch sportlich aus, es ist mit Leder bezogen und die Unterseite ist abgeschnitten. Es fühlt sich gut an, wenn man es festhält und sein Lenkradkranz ist genau so dick, um es bequem greifen zu können. Was die Steuerungselement angeht, in der Mittelkonsole befindet sich die Steuerung der automatischen Klimaanlage und darüber befindet sich ein Touchscreen mit Multimedia-System. Das Display ist sehr gut lesbar, aber das Multimedia-System könnte noch ein wenig besser sein. Ich fand es unübersichtlich. Es dauert ein wenig, bis man sich daran gewöhnt hat. Dazu gab es im Testfahrzeug keine Navigation, was heutzutage eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Was umgekehrt sehr zu loben ist, ist die Beschallung BOSE. Schon der Name lässt darauf schließen, dass das Hören von Musik ein Erlebnis sein wird und es ist wirklich so. Die Klangqualität ist extrem gut und die Lautsprecher befinden sich sogar in den Kopfstützen. Dieses perfekte Hörerlebnis ist eines der Top-Dinge an diesem Auto.

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Ich sehe aus wie ein leistungsfähiger Bruder des GT-R, aber werde ich auch so fahren?

Nissan Micra N-Sport sieht auf den ersten Blick gut aus, aber man muss auch etwas von einem schönen Teller essen. Kurz gesagt, ich muss auch das Fahren genießen. Zumindest sehe ich das so. Unter der Motorhaube des Prüflings haben wir einen Turbolader 1,0-Liter-Dreizylinder-Motor mit einer Leistung von 117 PS. Es gibt also genug Pferdestärke für ein so kleines Auto, aber wie wird es in der Praxis sein?

Ein Drei-Zylinder mit einer Liter-Kubatur passt perfekt zum Auto. Bei höheren Drehzahlen ist das Auto bereit zu beschleunigen und Sie können sogar eine sportliche Fahrt genießen. Das manuelle Getriebe mit längeren Torsionswegen trägt zum Fahrgefühl bei und mit der manuellen Handbremse können Sie auch etwas Driften genießen. Zum Beispiel auf Schotter oder im Schnee. Dieser ganze Spaß hat jedoch einen Haken. Klimaanlage und ESP müssen ausgeschaltet sein. Bei eingeschalteter Klimaanlage spürt man weniger Leistung und ESP verringert den Fahrspaß beim Sport erheblich. Andererseits funktioniert ESP aber gut auf der rutschigen Oberfläche und der Wagen ist somit sicherer. Ich habe versucht, mit allen Systemen in eine kritische Situation zu geraten, aber das Auto hat immer perfekt damit umgegangen. Als ich dem Auto sozusagen auf den Hals trat, erniedrigte sich die Leistung.

Aber nicht nur das Sportfahren ist zu erwähnen, sondern auch die bequeme Fahrt. Der Motor kommt auch mit niedrigeren Drehzahlen und Unebenheiten auf dem Fahrweg zurecht. Obwohl Sie die transversalen Unebenheiten spüren können, ist es keine Katastrophe.

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Platz wahrscheinlich nur für Hobbits

Wahrscheinlich wird niemand viel Platz von einem kleinen Fahrzeug erwarten, aber wir müssen es uns auch ansehen. Bei meiner Größe von 176 cm kann ich vorne ganz bequem sitzen, erwarten Sie aber hinten nicht so viel Komfort. Es fehlt mehr Platz für Beine und ich kann mir längere Reise kaum vorstellen. Ich könnte mir dieses Auto z.B. für ein Paar vorstellen, dass hinten einen Hund hätte. Oder vielleicht für eine Frau zum Einkaufen.

Insgesamt bewerte ich den Nissan Micra N-Sport positiv. Zuallererst sieht es gut aus und im Grunde kann es schnell und agil fahren. Die Rücksitze bieten nicht viel, aber ein gutes Soundsystem und ein gut aussehender Innenraum gleichen es aus. Wenn Sie vorhaben, ein kleineres Auto zu kaufen, sollten Sie auch Micra überprüfen.

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